Förderinitiative PARI INNO geht in die zweite Runde: Der Paritätische Hamburg sucht soziale Innovationen zum Thema Armut

Ideen zur Bekämpfung von Armut  bis 30. September 2016 einreichen

 

PARI INNO Header Armut

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hamburg rückt das Thema Armut in den Mittelpunkt seiner Förderinitiative „PARI INNO“. Auf Jobsuche, alleinerziehend, kinderreich, in Rente oder mit ausländischen Wurzeln – das ist das Profil für Armut in Hamburg. Bis zum 30. September 2016 können sich Interessierte mit ihren sozialen und innovativen Ideen bewerben, die Lösungen zur Bekämpfung von Armut und für mehr soziale Gerechtigkeit bieten. Unter den Einsendungen wählt eine Jury die fünf innovativsten Ansätze aus, die vom Verband ein Jahr mit Beratung, Vernetzung und Erfahrung gefördert werden. Ziel ist es, die sozialen Ideen Realität werden zu lassen und den Weg zur Nachhaltigkeit zu ebnen.

In einer der reichsten Städte Deutschlands lebt mittlerweile jedes fünfte Kind unter 15 Jahren von Hartz-IV-Leistungen. Die Armutsquote bei Hamburger Rentnerinnen und Rentnern hat sich seit 2006 laut dem Armutsbericht des Paritätischen sogar verdoppelt und steigt auf Rekordwert. Auch zahlreiche Menschen mit Behinderung sind von Armut bedroht und davon betroffen. „Armut ist in Hamburg keine Randerscheinung. In manchen Stadtteilen trifft sie sogar jedes zweite Kind – und zeichnet ihren Lebensweg vor“, sagt Joachim Speicher, Geschäftsführender Vorstand des Paritätischen Hamburg. „Armut ist, neben Krankheit, der Hauptgrund, der Menschen ins soziale Abseits treibt und isoliert.“ Speziell bei den besonders von Armut gefährdeten Gruppen sind seit Jahren kaum Verbesserungen zu spüren.

Der Paritätische Hamburg will vielversprechende Lösungsansätze unterstützen. PARI INNO setzt daher dieses Jahr den Schwerpunkt Armut. „Wir rufen innovative Köpfe auf, sich mit ihren Initiativen zum Thema Armut bei uns zu bewerben.“ Sei es der Einzelkämpfer mit neuartigem, sozialem Ansatz oder der Verein mit innovativer Idee aber ohne gesicherte Finanzierung, PARI INNO sucht sie. Voraussetzung ist, dass die Umsetzung in Hamburg stattfindet und gemeinnützige Ziele verfolgt werden. „Wir wollen sozial engagierte Menschen dabei unterstützen, Hamburg ein wenig besser zu machen. Neue kreative Ideen lassen sich mit einem etablierten Verband im Rücken oft leichter zu Nachhaltigkeit führen“, verdeutlicht Speicher. Der Paritätische Hamburg wird die  Ideengeberinnen und -geber ein Jahr begleiten und sie bei ihrer Umsetzung unterstützen. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2016.

Hier finden Sie die PARI INNO-Motive und das Logo zum Download.