Gelungener Auftakt für PARI INNO – Fragen, Musik, Witz und Charme

Selbst das Verkehrschaos, verursacht durch einen Bombenfund und den Bahnstreik, konnten die gute Stimmung am Abend des 22. April nicht trüben. Ungefähr 60 Gäste fanden mit kleineren und größeren Anstrengungen ihren Weg zum PARITÄTISCHEN Hamburg. Mit einer viertel Stunde Verspätung läutete Musiker Bursty Burst um 17.45 Uhr den Start für PARI INNO ein. Mit DSC_0003einem Ausschnitt von John Lennons „Imagine“ wurde das Publikum in der neugierigen Atmosphäre eingefangen. Mit seiner Adaption von Culcha Candelas „Schöne neue Welt“ hieß er anschließend die noch eintrudelnden Interessierten „herzlich willkommen“.

Schon in der Einladung fragten wir, was Soziales, Freie Wohlfahrt und Innovationen miteinander zu tun haben. Moderatorin und Koordinatorin von PARI INNO, Cornelia Heider-Winter, verriet das Geheimnis: „Heute stellen wir Ihnen unsere neue Initiative PARI INNO vor. PARI INNO steht für PARITÄTISCHE Innovationen.“ Eine Abfrage im Publikum zeigte, dass unter den Gästen mehr als ein Drittel mit eigenen Ideen für Hamburgs Zukunft angereist war. Daneben waren viele Multiplikatoren aus der Mitgliedschaft des PARITÄTISCHEN Hamburg oder aus dem sozialen BereichDSC_0008. Spannenderweise standen bei der Frage „Wer kann mit dem Begriff Freie Wohlfahrtspflege etwas anfangen?“, gut ein Viertel der Teilnehmenden nicht auf. Joachim Speicher, Geschäftsführender Vorstand des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes Hamburg. erklärte daher in seiner Rede einerseits die Motivation des PARITÄTISCHEN Hamburg PARI INNO zu starten. Andererseits gab er Einblicke, was sich hinter dem Begriff verbirgt.

DSC_0010„Lean on me“ begann langsam zu ertönen und leitete die konkrete Vorstellung von PARI INNO ein. Sidonie Fernau, Referentin für Migration im PARITÄTISCHEN Hamburg und eine der wesentlichen Impulsgeberinnen für PARI INNO erklärte in einer Präsentation, was mit PARI INNO auf die Gäste und die Öffentlichkeit zukommt. Fragen über Fragen ergaben sich im Publikum. Sidonie Fernau, Cornelia Heider-Winter und Joachim Speicher erläuterten Details oder Hintergründe. Viele Ideen und Wünsche erreichten uns erfreulicherweise und werden dazu beitragen, dass PARI INNO noch mehr mit Leben gefüllt wird. Die ein oder andere Frage blieb offen und wird sich im weiteren Prozess beantworten.

Damit die Vorstellung von PARI INNO greifbarer wird, hatten wir unsere beispielgebenden Ideen eingeladen, sich persönlich vorzustellen. Bursty Burst gab mit „Hip Teens Don’t Wear Blue Jeans“ den musikalischen Hinweis auf inkluWAS. Anastasia Umrik hatte es trotz der zahlreichen Verkehrausfälle zum Auftakt geschafft.  Sie ist ein echter Tausendsasser in punkto Kreativität. 2011 gründete sie „anderStark – bewegend anders“, das zunächst ein reines Fotoprojekt war, bei dem Frauen mit DSC_0016einer Muskelerkrankung außergewöhnlich in Szene gesetzt wurden. Die neue Initiative, an der Anastasia parallel arbeitet, stellte sie an diesem Abend als PARI INNO-Beispiel vor. Zusammen mit Modedesignerin Kathrin Neumann  entschied Anastasia, nicht einfach nur über Inklusion zu reden, sondern zu machen. Inklu…inklu…inkluWAS fragen die beiden und machen Mode, die denken verändert. Auf dem PARI INNO-Plakat sagen sie: “Mit unserer Mode machen wir auf die Vielfalt der Gesellschaft aufmerksam.”

„Who let the Dogs out“ eröffnete das zweite PARI INNO-Beispiel: Die Hundebande. Mit einem Video von Manuela Maurer wurde verdeutlicht, was hinter der innovativen Idee steht, die es sogar schon ins Kanzleramt geschafft hat. Auf dem Hundebande-Plakat steht: “Strafgefangene bereiten bei mir Welpen auf ihre Ausbildung zum Blindenführhund vor.” Den krönenden Abschluss bildete die Vorstellung der Kulturlotsen. Pia Röpke und Markus Bergmann engagieren sich mit mehreren jungen Menschen ehrenamtlich für den Verein.  Mit Passion, Hingabe und Energie wollen sie dafür sorgen, dass Kultur in Hamburg keine Frage des DSC_0026Portemonnaies ist. Wir alle tragen Musik im Herzen, Theater im Kopf oder Bücher im Geist – egal ob arm oder reich, alt oder jung. Kultur ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft. Auf ihrem PARI INNO-Plakat sagen Pia und Markus: “Wir machen uns dafür stark, dass Kultur für jeden erlebbar ist und zwar kostenlos.”

Bursty Burst verabschiedete das Publikum mit einem eigenen Song ins gemütliche Get together: Tear down the walls, blow away your fears.“ In diesem Sinne bedanken wir uns herzlich bei allen Unterstützern und Interessierten für diesen tollen Abend.DSC_0001